
Aspiration
Aspiration tritt auf, wenn Nahrung, Flüssigkeit oder andere Fremdkörper statt in den Magen in die Atemwege oder die Lunge gelangen. Dies kann beim Schlucken passieren und zu Erstickung, Atemproblemen oder Herzstillstand führen.
Warum ist das für Menschen mit IDD wichtig?
Aspiration ist ein wichtiges Thema für Menschen mit geistigen und entwicklungsbedingten Behinderungen, da sie möglicherweise Schwierigkeiten beim Schlucken, bei der Kontrolle der Kopf- und Nackenmuskulatur oder bei der Aufrechterhaltung einer korrekten Körperhaltung während der Mahlzeiten haben. Wenn Nahrung oder Flüssigkeit in die Lunge gelangt, kann dies zu schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen wie Lungenentzündung oder Ersticken führen, die lebensbedrohlich sein können. Häufige Faktoren für IDD , die das Risiko erhöhen, sind Mobilitätseinschränkungen, anatomische Abweichungen (kleine Atemwege, große Zunge, häufig bei Down-Syndrom), zu schnelles Essen, unzureichendes Kauen aufgrund von Karies oder eine falsche Körperhaltung beim Essen.
VORBEUGUNG
- Behandlung der Grunderkrankungen: Behandeln Sie Probleme wie Ösophagusspasmen, die häufig durch starken Säurereflux verursacht werden, um das Aspirationsrisiko zu verringern.
- Schluckuntersuchung und Beurteilungen: Eine Schluckuntersuchung durch einen zugelassenen Logopäden oder HNO-Arzt kann dabei helfen, das Aspirationsrisiko zu beurteilen. Durch ergotherapeutische Beurteilungen können Hilfsmittel ermittelt werden, die das Essen sicherer machen.
- Angepasste Ernährung: Ein Logopäde, Ernährungsberater oder Arzt kann Personen mit hohem Aspirationsrisiko eine angepasste Ernährung empfehlen, beispielsweise mechanisch weiche oder pürierte Lebensmittel. Dazu kann auch die Verwendung von Verdickungsmitteln für Getränke gehören.
- Richtige Körperhaltung: Sitzen Sie aufrecht (vorzugsweise in einem Winkel von 90 Grad), vermeiden Sie eine krumme Haltung und stellen Sie die Füße flach auf den Boden. Weisen Sie die Person an, beim Essen oder Trinken das Kinn leicht zur Brust zu neigen. Dadurch werden die Atemwege geschlossen und Speisen und Flüssigkeiten in die Speiseröhre geleitet, sodass ein Eindringen in die Atemwege verhindert wird.
- Routinemäßige Zahnpflege: Behandeln Sie Zahnprobleme, um ein korrektes Kauen zu gewährleisten und Beschwerden zu minimieren.
- Sprachtherapie: Die Therapie kann die Kontrolle über die Zungen- und Rachenmuskulatur verbessern und so das Schlucken sicherer machen.
- Medikamente bewerten: Bestimmte Medikamente wie Beruhigungsmittel, Opioide oder Muskelrelaxantien können das Schlucken beeinträchtigen, daher ist eine sorgfältige Abwägung erforderlich.
- Verhaltensinterventionen: Fördern Sie langsameres Essen, kleinere Bissen sowie häufigeres Schlucken zwischen den Bissen.
- Schwere Fälle: In extremen Situationen können schwerwiegendere medizinische Eingriffe erforderlich sein, darunter Operationen, orale Absaugung oder eine Ernährungssonde.
Gut zu wissen
- Häufige Anzeichen/Symptome einer Aspiration: Kurzatmigkeit, Gefühl, dass etwas im Hals steckt, plötzlicher Husten, Keuchen oder Heiserkeit, Sabbern, Veränderungen im Atemmuster, regelmäßiger Husten während der Mahlzeiten, gurgelnde Geräusche oder eine Veränderung der Stimme nach dem Essen, übermäßiges Räuspern.
- Richtlinien zur Verhinderung von Ersticken oder Aspiration: Das Amt für Menschen mit Entwicklungsstörungen (OPWDD) hat Richtlinien zur Verhinderung von Ersticken oder Aspiration entwickelt. Diese Richtlinien helfen bei der sicheren Zubereitung von Speisen und Flüssigkeiten auf der Grundlage von Empfehlungen eines Gesundheitsdienstleisters nach einer Schluckuntersuchung. Weitere Informationen finden Sie unter: OPWDD-Initiative zur Verhinderung von Ersticken und/oder OPWDD-Jahresschulung.
- OPWDD: Gesundheits- und Sicherheitswarnung: Aspiration
- Aspiration und Ersticken vermeiden: Tipps für sicheres Schlucken
Zuletzt überprüft im Juni 2025.