
Verstopfung
Verstopfung bezeichnet den seltenen, schwierigen oder schmerzhaften Stuhlgang. Es handelt sich um eine häufige Erkrankung, von der jeder irgendwann einmal betroffen ist, die jedoch aufgrund einer Reihe von Faktoren bei Menschen mit geistigen und entwicklungsbedingten Behinderungen besonders häufig und schwerwiegend auftreten kann.
Warum ist das für Menschen mit IDD wichtig?
Verstopfung betrifft einen hohen Prozentsatz von Menschen mit geistigen und entwicklungsbedingten Behinderungen. Häufige Faktoren für IDD , die das Risiko erhöhen, sind Dehydrierung, schlechte Ernährung, schlechte Muskelfunktion/-tonus, Nervenschäden, Inaktivität, Immobilität, die Einnahme bestimmter Medikamente, darunter Schmerzmittel oder Eisen-/Kalziumpräparate, sowie Diagnosen wie Mukoviszidose, CPoder Muskeldystrophie. Verstopfung kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen wie Darmverschluss oder Darmperforation führen, die gefährlich sind und sofortige ärztliche Hilfe erfordern.
VORBEUGUNG
- Fördern Sie eine ausgewogene Ernährung: Achten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung, um die Verdauung anzuregen. Zu viel Milchprodukte oder rotes Fleisch können Verstopfung verschlimmern.
- Probieren Sie Probiotika: Einige Probiotika (die in Joghurts enthalten sind) können helfen, Verstopfung zu lindern.
- Achten Sie auf Ihre Natriumzufuhr: Zu viel Salz kann den Stuhl dehydrieren, indem es Wasser in den Darm zieht, was Verstopfung verschlimmern kann.
- Erhöhen Sie die Flüssigkeitszufuhr: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, da Wasser hilft, trockenen Stuhl zu vermeiden. Trinken Sie zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser.
- Vermeiden Sie Alkohol: Alkohol kann den Körper dehydrieren und zu Verstopfung beitragen.
- Integrieren Sie körperliche Aktivität: Regelmäßige Bewegung fördert eine gesunde Verdauung und verringert das Risiko, dass Stuhl im Darm stecken bleibt.
- Verfolgung des Stuhlgangs: Bei Personen mit einer Vorgeschichte oder Risikofaktoren für Verstopfung kann die Verfolgung des Stuhlgangs dabei helfen, frühe Anzeichen einer Verstopfung zu erkennen.
- Eine Routine etablieren: Die Entwicklung eines konsistenten Toilettenplans kann die Darmgesundheit verbessern.
- Hören Sie auf Ihren Körper: Reagieren Sie sofort, wenn Sie den Drang verspüren, auf die Toilette zu gehen. Aufschieben kann Verstopfung verschlimmern.
- Positionierung: Die richtige Ausrichtung des Beckens ist entscheidend für eine effektive Darmentleerung. Hilfsmittel wie der Squatty Potty können dabei helfen.

Gut zu wissen
- Häufige Anzeichen und Symptome von Verstopfung: seltene Stuhlgänge, Schwierigkeiten beim Stuhlgang, Bauchbeschwerden oder Blähungen, Pressen beim Stuhlgang, harter oder klumpiger Stuhl und das Gefühl einer unvollständigen Entleerung.
- Bristol-Stuhl-Skala: Tabelle
- Stuhlgang-Tracker: Beispiel
- OPWDD: Gesundheits- und Sicherheitswarnung: Darmmanagement
- Erhöhen Sie Ihre Ballaststoffzufuhr: 31 ballaststoffreiche Lebensmittel, die Sie essen sollten
Zuletzt überprüft im Juni 2025.