Hypertonie (Bluthochdruck)

Bluthochdruck 

Hypertonie, allgemein bekannt als Bluthochdruck, tritt auf, wenn der Druck des Blutes gegen die Arterienwände dauerhaft zu hoch ist. Mit der Zeit kann dieser erhöhte Druck die Blutgefäße, das Herz und andere Organe schädigen und das Risiko für schwerwiegende Gesundheitsprobleme wie Herzerkrankungen, Schlaganfall, Nierenschäden und Sehverlust erhöhen.

Warum ist das für Menschen mit IDD wichtig?

Menschen mit geistigen und entwicklungsbedingten Behinderungen haben aufgrund von Faktoren wie eingeschränktem Zugang zu Gesundheitsversorgung, Schwierigkeiten beim Umgang mit Stress, Bewegungsmangel, schlechter Ernährung und Fettleibigkeit ein höheres Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken.

VORBEUGUNG

  • Regelmäßige körperliche Aktivität fördern: Regelmäßige Bewegung wie Spazierengehen oder Schwimmen kann helfen, den Blutdruck zu senken. Streben Sie an den meisten Tagen der Woche mindestens 30 Minuten moderate Bewegung an.
  • Fördern Sie eine herzgesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, magerem Eiweiß und fettarmen Milchprodukten kann helfen, den Blutdruck zu senken. Konzentrieren Sie sich darauf, den Konsum von Salz, verarbeiteten Lebensmitteln und zuckerhaltigen Getränken zu reduzieren.
  • Beobachten Sie Ihre Natriumaufnahme: Zu viel Salz kann den Blutdruck erhöhen. Versuchen Sie, den Verzehr von natriumreichen Lebensmitteln wie Dosensuppen, verarbeiteten Fleischprodukten, Tiefkühlgerichten und salzigen Snacks zu begrenzen. Kochen Sie lieber mit frischen Zutaten und würzen Sie mit Kräutern und Gewürzen statt mit Salz.
  • Ein gesundes Gewicht halten: Übergewicht oder Fettleibigkeit erhöhen das Risiko für Bluthochdruck. Selbst eine geringe Gewichtsabnahme kann sich positiv auf den Blutdruck auswirken.
  • Blutdruck regelmäßig kontrollieren: Regelmäßige Blutdruckkontrollen sind für Personen mit erhöhtem Blutdruckrisiko unerlässlich. Mit Blutdruckmessgeräten für zu Hause lässt sich der Blutdruck zwischen den Arztbesuchen überwachen, wobei jedoch auf die richtige Messtechnik zu achten ist.
  • Fördern Sie Stressbewältigung: Chronischer Stress kann zu erhöhtem Blutdruck beitragen. Vermitteln Sie Entspannungstechniken wie tiefes Atmen, progressive Muskelentspannung oder geführte Bilder. Aktivitäten wie das Hören beruhigender Musik, Yoga oder Spaziergänge in der Natur können ebenfalls dazu beitragen, Stress abzubauen.
  • Alkohol- und Tabakkonsum einschränken: Sowohl Rauchen als auch übermäßiger Alkoholkonsum können den Blutdruck erhöhen. Erarbeiten Sie gegebenenfalls gemeinsam mit Gesundheitsdienstleistern Strategien, um den Alkoholkonsum und das Rauchen zu reduzieren oder ganz einzustellen. Die Unterstützung durch medizinisches Fachpersonal, Familienangehörige oder Gemeinschaftsprogramme kann beim Aufhören helfen.
  • Sicherstellung der ordnungsgemäßen Einnahme von Medikamenten: Wenn Medikamente wie blutdrucksenkende Mittel verschrieben werden, sollten diese gemäß den Anweisungen des Arztes eingenommen werden. Pflegekräfte sollten dazu beitragen, dass die Person mit IDD den Medikamentenplan einhält und auf mögliche Nebenwirkungen achten.
  • Schaffen Sie ein unterstützendes Umfeld: Ermutigen Sie die Person mit IDD zur Teilnahme an Aktivitäten, die das Wohlbefinden und die Gesundheit fördern. Schaffen Sie ein unterstützendes Umfeld, das regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen, Ernährungsberatung und eine konsequente Routine zur Behandlung von Bluthochdruck umfasst.

Gut zu wissen

  • Häufige Anzeichen/Symptome von Bluthochdruck: Bluthochdruck wird oft als „stille“ Erkrankung bezeichnet (da er möglicherweise keine Symptome zeigt). Es ist wichtig, auf Anzeichen zu achten, die auf Bluthochdruck hindeuten können, wie Kopfschmerzen, Schwindel, verschwommenes Sehen oder Atemnot.
  • Ernährungsansätze zur Bekämpfung von Bluthochdruck oder DASH-Diät: DASH-Diätplan
  • Blutdruck zu Hause messen: Was Sie tun und was Sie vermeiden sollten
  • Blutdruckmessungen: Blutdruckbereiche

Zuletzt überprüft im Juni 2025.